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Leib, Körper und der inneren Nährboden für Frauen in Führung

Barbara Hofmann-Huber schreibt im Frauen-und-Karriere-Blogvon Barbara Hofmann-Huber am 14. Januar 2012

Wie schon in meinem letzten Beitrag geschildert, habe ich durch die Auseinandersetzung mit der chinesischen Welt sehr viel gelernt. Dazu gehören sehr konkrete eigene Reiseerfahrungen, Begegnungen, wie auch die Auseinandersetzung mit Büchern. Ein sehr Wesentliches ist das von Frau Professorin Gudula Linck mit dem Titel „Leib oder Körper“. Daher ist es in einer Rezension vorgestellt. Doch zuvor möchte ich meine Beweggründe mitteilen, was dieses Buch mit dem Themenfeld des Blogs, mit Frauen und Karriere, zu tun hat.

Ich habe in dem vorangehenden Blog-Beitrag begonnen die Wurzelkraft als die Quelle für den Erfolg weiblicher Führungskompetenz zu benennen und deren Wirkweisen zu schildern. Dass diese Wurzelkraft der jeweiligen Frau zur Verfügung stehen kann, dafür bedarf es einer Verwurzelung in sich selbst. Unsere eigenen Wurzeln haben verschiedene Ebenen und Schichten. Sie beginnen mit dem in sich verwurzelt sein, lebendig uns im eigenen Körper empfinden und erfahren.

Unser räumliches Umfeld gehört ebenso wie die nährenden Beziehungen und das erweiterte soziales Umfeld zu den Wurzeln. Die Verbindung zum eigenen Körper ist dabei eine sehr zentrale Quelle der eigenen Vitalität, Lebendigkeit und Gesundheit.

Angesichts der hohen Anforderung in der beruflichen Welt bedarf es eines stabilen verlässlichen Erlebens von Gesundheit. Wenn der Wusch nach einer Führungspositionen entsteht, so ist eine Vergewisserung, dass die dafür notwenigen energetischen Ressourcen auf der körperlicher Ebene zur Verfügung stehen essenziell. Die Erweiterung des Verantwortungsfeldes bedarf einer effizienteren Nutzung der eigenen Regenerationsfähigkeit.

Wenn wir Frauen in Führung denken, so ist es oft dem Blick nach außen gerichtet, auf die zu erreichenden Ziele. Ich richte die Aufmerksamkeit ebenso mit der Frage nach Innen: steht die Kraft für diese Reise zur Verfügung? Wie kann sie effizienter genutzt werden, um nicht mit einer Erschöpfung beim Aufstieg konfrontiert zu werden. Wie kann ich mit meinem Körper so umgehen, dass ich lebendig, energievoll tätig werden kann?

Diese Fragestellung ist nicht zu verwechseln mit der Kompetenz, die in die Führungsaufgabe eingebracht werden soll. Es ist ebenso wenig die Thematik der Reproduktionsarbeit, der nährenden Aktivität für andere. Es ist die Voraussetzung für die vielfältigen Qualitäten der Führungskompetenz. Es geht um die eigene leibliche Präsenz, Energie, Stabilität. Dies beinhaltet die Fähigkeit zur Selbsternährung, der Selbstfürsorge. Diese Themen durch Wissen aus der chinesischen Philosophie zu vertiefen, hat mich auf das Buch von Gudula Linck neugierig gemacht.

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